Tracking

Das Ende der Cookies – was nun?

FLoC statt Cookies

Das Ad-Targeting verändert sich bis Ende Jahr grundlegend. Was bedeuten die neusten Ankündigungen von Google und Apple für die Werbe- und Media-Branche? Wie erreichen wir künftig online unsere Zielgruppen?

In Bezug auf Privatsphäre und Tracking steht die digitale Medienbranche vor radikalen Umbrüchen. Es vergeht kaum eine Woche ohne Neuigkeit, die das heutige System in seinen Grundfesten erschüttert. Während Apple voraussichtlich Anfang April das User-Tracking mit einem Update für iOS 14 stark einschränkt, schlägt Googles Ankündigung bezüglich Third Party Cookies* vom 3. März besonders hohe Wellen. Ihre Kernaussage: «Wir entwickeln keine alternative Identifikatoren als Antwort auf die schrittweise Abschaffung von Third Party Cookies, um Personen beim Surfen im Internet zu verfolgen, und werden auch keine in unsere Produkte einbauen.» Sprich: Auch Google schafft in seinem Chrome-Browser die Tracking-Cookies ab. Selbst die NZZ widmete dieser Ankündigung einen längeren Artikel.

Natürlich wird Google auch in Zukunft interessenbasierte Werbung verkaufen. Allerdings sollen die Nutzer nicht mehr individuell getrackt, sondern in Gruppen eingeteilt werden. Dazu wurde ein Tool namens FLoC (Federated Learning of Cohorts) entwickelt und im Januar vorgestellt. FLoC verwendet Datenaggregationstechniken, um das Ad-Targeting zu optimieren, ohne die Nutzer direkt zu tracken. Andere Technologieanbieter wie The Trade Desk oder Xandr planen Alternativen, die meist auf gehashten Email-Adressen basieren.

Die Werbeindustrie ohne Cookies? Noch sind konkrete Auswirkung des angekündigten Systemwechsels schwierig abzuschätzen. Klar ist nur: Es droht eine radikale Veränderung. Unsere Spezialisten von Mediaschneider und Hoy gehen davon aus, dass die Mauern der sogenannten Walled Gardens noch höher werden. Und dass von den neusten Entwicklungen vor allem die Anbieter von Webbrowsern und Betriebssystemen (Android und iOS) profitieren. Laut einer Analyse von Jounce Media entfielen bereits 2020 von den weltweiten Ausgaben für digitale Werbung 52% auf Google. Diese Zahl dürfte weiter ansteigen.

Dass Sie Ihre Zielgruppe trotzdem optimal erreichen, dafür bürgt Mediaschneider als unabhängige, inhabergeführte Mediaagentur zusammen mit unserer Schwesterfirma Hoy als ausgewiesene Technologiespezialistin. Unsere Fachleute haben die neusten Entwicklungen im Griff und können rasch und unkompliziert auf Marktbedingungen reagieren, sei es auf Apples Tracking-Änderungen in iOS 14 oder auf die Abkehr von Cookies bei Google.

Für Fragen rund um FLoC, Cookies und Tracking stehen wir gerne zur Verfügung:

*Damit sind jene Cookies gemeint, die nicht von der Website gesetzt werden, die der Nutzer gerade besucht, sondern von Werbevermarktern und Dienstleistern.